Projekt
Nach oben

 

 

Für das Erstellen taktiler Grafiken kommt in der Schule primär das zeitaufwändige Tiefziehverfahren zum Einsatz. Der oft unverhältnismäßig hohe Zeitaufwand welcher zum Anfertigen tiefziehfähiger Reliefs benötigt wird, soll mit Hilfe des Einsatzes einer „Plotterfräse“ auf ein akzeptables Minimum reduziert werden.

Im Rahmen der Kooperation zwischen der Universität Dortmund und der Martin-Bartels-Schule (Schule für Blinde und Sehbehinderte) wird ein kostengünstiges Verfahren zur Herstellung von Reliefvorlagen entwickelt.

Der Anschaffungspreis wird zwischen 1000 € - 1500 € liegen (abhängig von der Größe der Fräse bzw. des Verfahrweges)

Reliefvorlagen für die Herstellung taktiler Grafiken durch ein thermoplastisches Tiefziehverfahren sind im Blindenwesen lange Zeit bekannt, sind kostengünstig und werden in vielen Einrichtungen genutzt. Durch den Einsatz des Computers bei der Herstellung der Vorlage und deren Ausgabe ergeben sich im Vergleich mit der zur Zeit gebräuchlichen manuellen Anfertigung Vorteile:

Die tiefzuziehenden Vorlagen werden computergestützt über eine „Plotterfräse“ erstellt. Durch dieses Verfahren ist die Vorlage jederzeit reproduzierbar, modifizierbar und nicht zuletzt unter den Anwendern austauschbar.

Mittels geeigneter Grafikprogramme (Corel-Draw, o. ä.) kann die Vorlagenerstellung unter Einbezug vordefinierter „Formbibliotheken“ stark im Zeitaufwand reduziert werden.

Die „Formbibliotheken“ können ebenfalls unter den Anwendern des Systems getauscht bzw. selbst erstellt werden.

Ein zukünftiger Aufbau einer Datenbank ist wünschenswert und realisierbar.

Die erstellten Formbibliotheken können unterschiedlichen Themenbereichen zugeordnet werden. Beispielsweise kann bei der Erstellung taktiler Landkarten auf eine vordefinierte und genormte Auswahl an Symbolen zurückgegriffen werden. Ebenfalls im naturwissenschaftlichen Unterricht scheint dies im hohen Maße sinnvoll.

dem Schüler können sogar die Reliefs an die Hand gegeben werden, da nun eine schnelle und einfache Reproduktion dieser möglich wird

Alle Blinden und Sehbehindertenschulen sowie Einrichtungen, die taktile Grafiken für Blinde erstellen, sollen dieses System nutzen und in der Lage sein, dieses relativ kurzfristig zu beschaffen. Ein erster Prototyp wird nun auf dem Kongress 2003 in Dortmund vorgestellt.